Gesetzlich Versicherte

Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr

Bei Fehlstellungen des Schweregrades 3 oder mehr übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung bis zum 18. Lebensjahr einen Großteil der Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung. Den Schweregrad ermittelt der Kieferorthopäde mittels der KIG - der Kieferorthopädischen Indikationsgruppen. Die KIG gelten deutschlandweit und reichen von Schweregrad 1 bis 5. Je ausgeprägter die Fehlstellung, desto höher der Schweregrad. Falls die Fehlstellung in den Schweregrad 1 oder 2 fällt, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung leider nicht die Behandlungskosten.

Sollte die Behandlung von der Krankenkasse übernommen werden, muss der Versicherte einen Eigenanteil von 20 % selbst tragen. Der Eigenanteil wird bei planmäßigem Verlauf (bei guter Mitarbeit des Patienten) nach der Behandlung zurückerstattet.

Erwachsene über dem 18. Lebensjahr

Im Normalfall übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung bei Patienten, die über 18 Jahre alt sind, nicht die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung.
Ausgenommen hiervon sind Patienten mit extremen Fehlstellungen, die auch chirurgisch behandelt werden müssen. Auch hierbei müssen bestimmte Schweregrade nach den KIG (siehe oben) vorliegen, damit die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.